Gedanken zur Budgetdebatte an der Gemeindeversammlung vom 06. Dezember 2018

Spare in der Zeit, so hast du in der Not….

Dieses Sprichwort könnte auch für Gemeinden gelten…. auch für die Gemeinde Belp.
Das Budget 2019 ist gemacht, die Botschaft verabschiedet, viele Zahlen sind gedruckt und das Lesen der Botschaft ist ziemlich anspruchsvoll.
Kurz, der Gemeinderat hat sich mehrmals über das Budget gebeugt, es mit Sparauftrag zurück an die Verwaltung geschickt und schliesslich das vorliegende Budget zu Händen der Gemeindeversammlung verabschiedet. Das Budget ist ausgeglichen….

Aber was ist mit „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not?“

Immer wieder weisen alle Organe der Gemeinde auf die immensen Investitionen hin, die Belp in seine Infrastruktur tätigen muss. Strassen, Bauten, etc.
In den ganz guten Zeiten wurde nicht für den Unterhalt gespart oder eben die Infrastruktur unterhalten, sondern es wurde in neue Projekte investiert.
In den Jahresrechnungen wurden sehr grosse Beträge abgeschrieben, damit das Ergebnis nicht noch besser ausfiel.
Nun kann mit der neuen Rechnungslegung (HRM2) pro Jahr weniger abgeschrieben werden, die Rechnung bleibt auch deshalb ausgeglichen.

Der Gemeinderat will in diesem Jahr die Steueranlage bei 1.34 belassen. Das Budget ist ja ausgeglichen… aber „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“

Will eine Privatperson sich etwas anschaffen, ihr Haus renovieren oder eine grosse Reise unternehmen, dann beginnt sie rechtzeitig zu sparen, legt sich die entsprechende Reserve zu…
Sie spart vorausschauend…. Die Gemeinde tut dies leider nicht…

Wie will die Einwohnergemeinde bei geplanten jährlichen Investitionen von „nur“ ca. 3. Mio. die anstehenden Investitionen bewältigen?
Sich das Geld dann über billige Kredite beschaffen und die Schulden weiter wachsen lassen.
Oder eben vorausschauend sparen, ganz bewusst für anstehende Ausgaben?
Ein Steuerzehntel wäre ca. 1.5 Mio. Mehreinnahmen pro Jahr…
Spare in der Zeit, so hast du in der Not…

Schon seit einigen Jahren verlässt der Gemeinderat dann immer den Mut, mittels Steuererhöhung ein finanzielles Polster für den dringend nötigen Unterhalt der Infrastruktur zu schaffen!
Spare in der Zeit, dann hast du in der finanziellen Not!

Adrian Graf Mitglied GPK